Gemeinschaft


Einig und treu. Was uns verbindet.

Ahnenwand mit historischen Fotos früherer Mitglieder der Burschenschaft Frisia in Darmstadt
Ahnenwand mit historischen Fotos früherer Mitglieder der Burschenschaft Frisia in Darmstadt

Dahinter steckt die Idee, dass eine Verbindung nicht nur eine Unterkunft auf Zeit ist, sondern eine Gemeinschaft fürs ganze Leben. Wir Friesen setzen dieses Prinzip seit 1909 um.

Gemeinschaft über Generationen

Aktive Mitglieder, Alte Herren und neue Füxe stehen im engen Austausch – ob bei Stammtischen, beim Grillabend oder bei großen Festen.

Ein gemeinsames Zuhause

Unser Haus auf der Mathildenhöhe ist Treffpunkt, Rückzugsort und Bühne für Erlebnisse – für Aktive wie für Alte Herren.

Freundschaft über die Studienzeit hinaus

Selbst wenn du Darmstadt verlässt, bleibst du Teil unserer Gemeinschaft. Fast jeder bleibt sein Leben lang Friese.

Tradition und Verantwortung

Du gestaltest unsere Gemeinschaft aktiv mit und gibst später etwas an die nächste Generation zurück.

Unser Wahlspruch „Einig und treu“ ist mehr als nur Worte – er ist unser Versprechen, über Generationen hinweg zusammenzuhalten.

Die Frisia wurde am 6. Februar 1885 als Akademischer Pharmazeutenverein gegründet und trägt seit 1891 ihren heutigen Namen.

1909 führten wir das Lebensbundprinzip ein, das uns bis heute prägt.

1924 entstand unser bis heute bestehendes Freundschaftsverhältnis zur Burschenschaft Arminia Stuttgart.

Wir waren Mitglied in mehreren großen Korporationsverbänden (Niederwald-Deputierten-Convent, Deutsche Burschenschaft, Neue Deutsche Burschenschaft) und gehen seit 2014 bewusst unseren eigenen Weg.

Unser Haus auf der Mathildenhöhe ist dabei der Mittelpunkt unseres Bundes. Es wurde 1899 von Reichstagsarchitekt Paul Wallot errichtet, teilweise von Joseph Maria Olbrich gestaltet und in der Brandnacht vom 11. September 1944 fast vollständig zerstört. Nur Portal, Freitreppe und Teile des Zauns blieben erhalten. 1953 konnten wir das Grundstück erwerben und bauten es Stück für Stück wieder auf.

Heute verbindet unser Haus historische Architektur mit modernen Räumen für Gemeinschaft, Lernen und Feiern.

Historische Aufnahme des Friesenhauses auf der Mathildenhöhe in Darmstadt
Beleuchtetes Wappen der Burschenschaft Frisia im Aufenthaltsraum des Friesenhauses

Wir sind eine farbentragende Verbindung – unsere Farben sind schwarz-weiß-hellblau, die Fuchsenfarben hellblau-weiß-hellblau. Wir sind ein Männerbund, in dem jeder Verantwortung übernimmt und seinen Platz findet.

Unser Wappen vereint unsere Geschichte, unsere Farben und unsere Werte

Farben: Schwarz-weiß-hellblau stehen für unsere Identität und zeigen nach außen, wer wir sind.

Darmstädter Wappen: Oben rechts symbolisiert es unsere tiefe Verbundenheit zur Stadt.

Eichenlaubkranz: Unten links steht unser Wahlspruch „Einig und treu“ für Stärke, Standhaftigkeit und Treue.

Gekreuzte Schläger: Unten rechts erinnern sie mit dem Gründungsdatum und dem Kürzel G.U.N. (gladius ultor noster) an unsere Geschichte.

Zirkel: In der Mitte thront unser verschlungenes Zeichen, bestehend aus E, F und V, die für Ehre, Freiheit, Vaterland stehen

Ehre bedeutet für uns, die eigene Integrität zu wahren und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Sie fordert Mut, Rückgrat zu zeigen und zu den eigenen Überzeugungen zu stehen.

Freiheit steht für selbstbestimmtes Denken und Handeln. Historisch war dies der Ruf der Burschenschaften nach akademischer, politischer und persönlicher Freiheit. Heute heißt es für uns, kritisch zu hinterfragen, offen zu diskutieren und andere Meinungen zu respektieren.

Vaterland verstand man früher als Auftrag, sich für Einheit und das Gemeinwohl einzusetzen. Für uns heißt es heute, Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen und aktiv an einer freiheitlich-demokratischen Zukunft mitzuwirken.

Diese drei Begriffe sind nicht nur historische Schlagworte – sie sind ein Leitfaden, an dem wir unser Handeln ausrichten.

Historische Darstellung des Hambacher Festes von 1832, Symbol für Freiheit und demokratische Bewegung in Deutschland

Gemeinsam gestalten. Gemeinsam wachsen.

Chargierte der Burschenschaft Frisia in traditioneller Festuniform bei einer offiziellen Veranstaltung in Darmstadt
Chargierte der Burschenschaft Frisia in traditioneller Festuniform bei einer offiziellen Veranstaltung in Darmstadt

Hier wirst du Teil einer lebendigen Gemeinschaft, gestaltest aktiv mit und sammelst Erfahrungen, die dich weit über dein Studium hinaus prägen.

Wir organisieren unsere Events selbst – von großen Feiern wie dem Stiftungsfest (unser jährlicher Geburtstag als Verbindung) bis zu spontanen Kinoabenden, Ausflügen oder Sporttreffs.

Diese Mischung bringt Abwechslung in den Studienalltag, sorgt für Spaß und stärkt den Zusammenhalt.

Unser Haus lebt davon, dass wir es gemeinsam organisieren. Alltag, Instandhaltung, kleinere Reparaturen – alles wird fair aufgeteilt.

So lernst du früh, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten.

Sektgläser und gekühlte Sektflaschen in blauer LED-Beleuchtung bei einer Veranstaltung im Friesenhaus
Gruppe von Friesen betrachtet historische Bücher in einer Ausstellung

Viele von uns übernehmen während des Studiums Ämter: Kassenwart, Schriftführer oder Vorsitzender.

Das ist gelebtes Training in Organisation, Führung und Verlässlichkeit – Skills, die später im Beruf Gold wert sind.

Unsere „Alten Herren“ – so nennen wir unsere ehemaligen Mitglieder – sind regelmäßig im Haus: beim Grillen, bei Stammtischen oder für Vorträge.

Sie geben dir Einblicke in verschiedene Branchen, teilen ihre Erfahrungen und helfen dir beim Karrierestart – ohne Show und ohne Formalitäten.

Und das Beste: Dieses Netzwerk endet nicht mit dem Studium. Nach deinem Abschluss wirst du automatisch Teil der Alumni-Gemeinschaft und bleibst ein Leben lang willkommen.

Als fakultativ schlagende Verbindung gehört das studentische Fechten bei uns dazu. Das heißt:

Jedes Mitglied lernt fechten. Du erhältst professionellen Unterricht und lernst, wie man sicher und kontrolliert mit dem Schläger umgeht.

Die Mensur ist freiwillig. Eine Mensur ist ein Wettkampf mit einem Mitglied einer anderen Verbindung – ein historisches Ritual, das es nur im Verbindungskontext gibt.

Das Fechten ist für uns mehr als Sport: Es trainiert Mut, Disziplin und Vertrauen. Und es ist ein Privileg – die Möglichkeit, akademisches Fechten zu erlernen, gibt es fast nur in Studentenverbindungen.

Schutzkleidung, Handschuhe und Schlagwaffen für das akademische Fechten, ordentlich an einer Holzwand aufgehängt

Kennenlernen. Verbinden.

Abendliche Grillrunde im Garten des Friesenhauses mit mehreren Personen, Tischen, Getränken und warmem Licht

Erstes Kennenlernen – Wir telefonieren kurz, um erste Fragen zu beantworten und zu sehen, ob es passt.

Hausbesichtigung – Du schaust dir unser Friesenhaus an, lernst die Räume kennen und bekommst ein Gefühl für das Leben bei uns. Wir erzählen dir, was unsere Verbindung besonders macht und wie unser Alltag aussieht.

Grillabend – Bei einem entspannten Grillabend lernst du uns – und wir dich – besser kennen. Hier merkst du schnell, ob du dich bei uns wohlfühlst.

Wenn es passt: Du wirst Fux – also Mitglied auf Probe.

Du kannst direkt loslegen, Ideen einbringen und das Verbindungsleben mitgestalten.

Du kannst, wenn du möchtest, sofort in ein Zimmer im Friesenhaus einziehen.

Du bist von Anfang an Teil unserer Gemeinschaft und bei allen Aktivitäten dabei.

Du meldest dich – per WhatsApp, über unsere Zimmeranzeige oder per Anruf.

Die Fuxenzeit ist deine persönliche Einführungsphase – für die Verbindung und dein Studium. Hier hast du Zeit, alles in Ruhe kennenzulernen und wirst eng begleitet, damit du dich schnell einlebst.

Gemeinsam wachsen – Du bist nicht allein – andere Füxe sind in derselben Phase, ihr erlebt und lernt vieles zusammen.

Persönliche Begleitung – Dein Leibbursch ist dein fester Ansprechpartner für Studium, Alltag und alles, was du wissen willst

Studienstart leicht gemacht – Wir unterstützen dich bei Stundenplan-Setup, Lernmethoden, Prüfungsstrategien und allem, was dir den Start ins Studium erleichtert.

Reinwachsen – Du lernst Schritt für Schritt unsere Werte, Traditionen und das Leben auf dem Haus kennen.

Mitmachen und ausprobieren – Du kannst dich ausprobieren, Verantwortung übernehmen und eigene Ideen einbringen.

Präparierter Fuchs mit hellblauem Band vor einer Wand mit historischen Porträtfotos im Friesenhaus
Bild eines Aktivenbands mit Bandknopf

Nach ca. zwei Semestern – am Ende der Fuxenzeit – folgt die Burschung. Nun wirst du offiziell vollwertiges Mitglied („Bursche“). Du hast jetzt Stimmrecht auf Vereinssitzungen, kannst Vorstandsämter übernehmen und aktiv mitbestimmen, wohin sich die Verbindung entwickelt.

Nach erfolgreichem Abschluss deines Studiums folgt der letzte Schritt: Du wirst Teil der Gemeinschaft unserer Alten Herren (Alumni). Damit bleibst du ein Leben lang Teil der Frisia, nimmst an Stammtischen und Veranstaltungen teil und stehst den Aktiven als Mentor und Ratgeber zur Seite.

Natürlich ist die Mitgliedschaft immer freiwillig – theoretisch kannst du jederzeit austreten.

In der Praxis passiert das kaum, weil Freundschaften, Erlebnisse und das Miteinander so stark verbinden, dass man einfach gerne bleibt.